Forschungsauftrag
Naturschutzforschung hat an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) eine lange Tradition. Bereits 1977, kurz nach der Gründung, wurden an der ANL die ersten Forschungsprojekte vergeben. Mit der Novellierung des Bayerischen Naturschutzgesetzes 1982 erhielt die ANL dann den gesetzlichen Auftrag „anwendungsorientierte ökologische Forschung“ in Form eigener wissenschaftlicher Arbeiten, sowie in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen zu betreiben. In der Folgezeit weiteten sich Themenumfang und Finanzvolumen erheblich aus. Dadurch wurde es erst möglich, betreuungsintensive größere Forschungsprojekte abzuwickeln. Insgesamt wurden an der ANL bisher mehrere hundert Forschungsprojekte durchgeführt.
In einer Zeit, in der die Forschungstendenz an den Universitäten immer mehr in den biochemischen und mikrobiologischen Bereich geht, ist es umso wichtiger eine Forschungsinstitution zu haben, die in ihrer Arbeit Antworten auf die Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu finden sucht. Hier hat die ANL die wichtige Aufgabe und Verpflichtung diese Lücke zu füllen. Naturschutzforschung ist und bleibt unentbehrliche Grundlage, um Handlungsanleitungen für die praktische Naturschutzarbeit geben zu können. Die Argumentation für naturschutzfachliche Begründungen und Entscheidungen wird immer auf den Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeit begründet sein. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Forschungsthemen ist daher, eine möglichst direkte Umsetzung der Resultate in die Naturschutzpraxis zu gewährleisten. Darüber hinaus fließen die Ergebnisse in die Lehrveranstaltungen der Akademie mit ein und ermöglichen damit eine effiziente Verbreitung der gewonnenen Forschungserkenntnisse.
Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit (StMUG).

